Die Bewegung stellt ein Grundcharakteristikum des Mediums Film dar. Neben den  Bewegungen der handelnden Figuren oder Gegenstände, ist dabei die Bewegung der Kamera selbst ein wichtiges Stilmittel. Dabei verändert man den Bildausschnitt innerhalb derselben Einstellung.

Grundsätzlich werden drei Kategorien von Bewegungen unterschieden: der Kameraschwenk, die Zoom- und die Kamerafahrt.

Ein Schwenk ist eine Kamerabewegung, in der die Kamera sich um ihre Horizontal- oder Vertikalachse bewegt. Der Kameraschwenk ist beispielsweise geeignet, um das räumliche Nebeneinander und somit die Verbindung von Objekten und Personen zu zeigen. Zudem kann ein Schwenk den Blick des Zuschauers auch auf bewegte Objekte leiten. Die Kamera verändert bei einem Schwenk lediglich ihren Winkel und nicht ihren Standort.

Bei einer Zoomfahrt verändert sich die Position der Kamera ebenfalls nicht. Die Brennweite wird vergrößert oder verkleinert, wodurch der Ausschnitt des Bildes verändert wird. Durch einen Zoom wird die Aufmerksamkeit des Zuschauers meist auf ein ganz bestimmtes Motiv gelenkt. Dabei kann beispielsweise etwas näher geholt oder in die Ferne gerückt werden.

Ähnliche Effekte lassen sich auch mit Kamerafahrten erzielen, je nachdem ob die Kamera vorwärts oder rückwärts fährt.

Man spricht von einer Kamerafahrt, sobald die Kamera ihren Standort ändert. Kamerafahrten erzeugen beim Zuschauer häufig das Gefühl mitten im Geschehen zu sein und sich im dreidimensionalen Raum selbst zu bewegen. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn sich die Kamera dem Motiv physisch nähert oder es begleitet. Entfernt man sich hingegen vom Motiv distanziert man den Zuschauer in der Regel vom Geschehen.

Alle drei vorgestellten Kamerabewegungen sind prinzipiell miteinander kombinierbar.
Jede Bewegung birgt, eingebettet in ihrem filmischen Kontext, jeweils andere Herausforderungen. Eine gelungene Kamerabewegung kann einen Film oder einen Fernsehbeitrag ungemein dicht, flüssiger, kurz: wie aus einem Guss wirken lassen. 
Eine misslungene hingegen, kann in wenigen Sekunden die Illusion des Bewegtbildes zerplatzen lassen, da dem Zuschauer dadurch unter anderem bewusst gemacht wird, dass er eben nicht mitten in der Handlung ist, sondern lediglich als Außenstehender einen Film betrachtet.

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