Musik verleiht bewegten Bildern eine zusätzliche Deutungsebene und erfüllt somit funktionale Aufgaben.

Gemeinhin werden drei, meist gemeinsam in Erscheinung tretende, Funktionen unterschieden: eine dramaturgische, eine expressive und eine syntaktische Funktion.

Die syntaktische Funktion trägt dabei vor allen Dingen zum besseren Verständnis der Geschehnisse bei, indem sie einzelne Szenen und Sequenzen akustisch zueinander in Beziehung setzt. So kann z. B. ein weicher Übergang von der einen zur nächsten Sequenz geschaffen werden oder es wird eine starke Abgrenzung der einzelnen Sequenzen voneinander bewirkt. In diesem Fall ist die Wirkung umgekehrt, da die Musik dem Zuschauer dabei hilft, Handlungsstränge voneinander zu trennen.

Filmmusik kann darüber hinaus durch ihre expressive Funktion unsere Wahrnehmung verstärken. So werden im Film gezeigte Gefühle unterstützend untermalt oder hervorgehoben. Filmmusik macht es meist erst möglich, dass man bestimmte Situationen auch als amüsant oder traurig empfindet.

Allein über die visuelle Ebene ist dies beim Zuschauer oft nicht zu erreichen. Die Musik hilft dabei, Gesehenes auf die vom Regisseur gewünschte Weise zu interpretieren.

Sie hat dadurch auch die dramaturgische Funktion, Personen oder Handlungen zu charakterisieren. Sie spiegelt z.B. die Stimmung der Personen oder beispielsweise die Spannung der Handlung wieder. Dadurch kann sie die Interpretation der Handlung durch Zuschauer immens beeinflussen.