Einer der wohl häufigsten Missgeschicke in Filmen sind sogenannte Anschlussfehler…

Auch teure und aufwendige Produktionen aus Hollywood leisten sich regelmäßig, meist ungewollt derartige Schnitzer.

Anschlussfehler können unterschiedliche Ursachen haben. So kann es zum Beispiel sein, dass ein gerade noch im Bild zu sehender Gegenstand in der nächsten Einstellung verschwunden ist. Einer der häufigsten Quellen für Anschlussfehler liegt jedoch im sogenannten Bewegungsschnitt.

Für einen sauberen, flüssig wirkenden Filmschnitt ist es empfehlenswert, Abläufe in einzelnen Einstellungsgrößen durch einen oder mehrere Schnitte zu zeigen. Dabei muss zum Beispiel die aufgenommene Person dieselbe Bewegung mehrmals in mehreren Einstellungsgrößen ausführen. Zudem ist es empfehlenswert den gesamten Vorgang zu filmen, d.h. im Idealfall sollte die Bewegung ins Bild kommen und am Ende aus dem Bild wieder verschwinden.   

Damit dies gelingt muss man seine Aufnahmen entsprechend planen und während des Drehs die Bewegungen der Protagonisten aufmerksam beobachten. Ist beispielsweise bei der ersten Einstellungsgröße eine Bewegung des rechten Armes gefilmt worden, ist es zwingend notwendig, dass auch in den folgenden Einstellungsgrößen derselbe Arm die Bewegung durchführt. Ist jedoch plötzlich der linke Arm bewegt oder gar gar keiner, so hat man einen klassischen Anschlussfehler produziert.

Dieser ist im Schnitt in der Regel irreparabel, es sei denn man hat sogenannte Inserts aufgenommen. Inserts sind in diesem Zusammenhang Detail- oder Großaufnahmen von verschiedenen Motiven am Set. Hat man nun einen Anschlussfehler produziert, kann man diesen durch eine dieser Aufnahmen zwar nicht beheben, aber zumindest häufig kaschieren.