Vor jedem Dreh gilt es, einige technische wie organisatorische Schritte durchzuführen.

Neben abschließenden Arbeiten am Drehbuch, gehört, zumindest im professionellen Rahmen, beispielsweise auch der Entwurf eines Storyboards oder die Erstellung eines Drehplans dazu. Bei Amateurproduktionen ist die Vorproduktionsphase meist nicht gar so intensiv. Auch wenn ein Storyboard oder ein ausgearbeiteter Drehplan einem Laienfilm gut tun, gilt der Fokus in diesem Bereich auf basaleren Schritten.

Hat man sich auf vorher wenigstens grob auf seine Einstellungsgrößen festgelegt, gilt es den entsprechenden Drehort festzulegen. Dabei muss man unterschiedlichste Rahmenbedingungen berücksichtigen. Wie sind z.B. die Lichtverhältnisse? Insbesondere zu dunkle Aufnahmen oder beispielsweise durch Gegenlicht zu helle Aufnahmen sollten möglichst vermieden werden.
Wie verhält es sich mit Umgebungsgeräuschen? Kann ich diese meiden? Eine kurze Besichtigung des Drehortes ist hinsichtlich der Beantwortung dieser Fragen zumindest empfehlenswert.
Auch kann dadurch geklärt werden, inwiefern der Drehort als solcher überhaupt verfügbar ist.  Gerade in Bahnhöfen, Flughäfen oder anderen öffentlichen Orten wie etwa der Düsseldorfer Kö, wird man ansonsten ohne eine Drehgenehmigung bzw. ohne vorherige Anfrage, Gefahr laufen, seine Aufnahmen nicht durchführen zu können.

Um Aufnahmen erfolgreich durchzuführen, sollte man zudem seine Technik kennen. Hat man sich beispielsweise eigens für den Dreh sein Equipment geliehen, so ist durchaus sinnvoll sich mit den wichtigsten Bedienelementen der entsprechenden Kamera vorab vertraut zu machen. Insbesondere Laien neigen hin und wieder dazu, sich mit ihrer Kamera erst am Drehort zu beschäftigen. Die Suche nach dem Weißabgleich oder der richtigen Aufnahmequalität ist nicht selten ein zu großes Hindernis auf dem Weg zu einer gelungenen Produktion.
Was kann ich und was nicht? Diese Frage sollte sich jede Kamerafrau und jeder Kameramann vor dem Dreh stellen. Gelungene Kamerabewegungen oder eben mal aus der Hand schießen, gehört meist nicht dazu. Daher gilt es, Aufnahmen, wenn möglich mit einem Stativ durchzuführen und Kamerabewegungen möglichst zu meiden oder vorher zumindest zu erproben.