Gerade bei etwas aufwendigeren Drehs kann es vorkommen, dass man mit mehreren Kameras gleichzeitig arbeitet oder Ton und Bild getrennt voneinander aufzeichnet. Sollte dies der Fall sein, muss man seine Aufnahmen synchronisieren.

Idealerweise verwendet man dabei eine Film- bzw. Synchronklappe, startet die Kameras und möglicherweise die externen Mikrofone, hält die Klappe gut sichtbar ins Bild und schlägt die beiden Enden der Klappe aufeinander. Das entstehende Geräusch bildet einen Bezugspunkt und ermöglicht es, in der Postproduktion relativ problemlos die entsprechenden Aufnahmen miteinander zu synchronisieren.

Hat man keine Klappe zur Hand, kann man die Synchronmarke auch durch Klatschen oder Schnipsen setzen. 

Unabhängig davon, ob man beim Dreh eine Klappe verwendet oder nicht, ist es wichtig den sogenannten Post- und Pre-Roll zu beachten. Dies bedeutet nach dem Einschalten der Aufnahmegeräte bzw. nach dem Signal zum Drehstart, gilt es für die Protagonisten vor der Kamera kurz mit dem Beginn der Szene zu warten. Analog gilt es hinter der Kamera, nach Beendigung der Szene einige Sekunden mit Lob und Kritik zu warten. Auch sollte die Aufnahme in diesem kurzen Zeitraum fortgesetzt werden.

Der Post- und Pre-Roll vermeidet Ton-Überlagerungen und erleichtert dadurch die Postproduktion. Hält man ihn nicht ein, kann es häufig vorkommen, dass beispielsweise die letzten Anweisungen des Regisseurs gemeinsam mit den ersten Wörtern vor der Kamera zu hören sind. Dieser Fehler kann in der Regel nicht mehr behoben werden. Der Anfang der jeweiligen Einstellung ist dadurch häufig unbrauchbar.