Erstmals hat die Philosophische Fakultät in diesem Jahr eine eigene Feier für die Promovierten des letzten Jahres durchgeführt: eingeladen waren alle 43 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, ihre Doktorväter und -mütter und viele Gäste. Umrahmt wurde das Programm von drei Science-Slams, bei denen Doktoranden ihr Dissertationsthema vorstellten.

Prodekan Prof. Dr. Achim Landwehr erklärte bei der Begrüßung: „Wir wollen Ihnen, den frisch Promovierten, mit dieser Feier einen Rahmen bieten, um die wissenschaftlichen Leistungen zu würdigen, die Sie in und für unsere Fakultät erbracht haben. Aber wir wollen mit dieser Feier auch deutlich machen, dass die Universität mehr ist als ein Ort wissenschaftlicher Arbeit. Es ist ein Ort akademischen Lebens, in dem Sie in den vergangenen Jahren nicht nur viel Zeit verbracht haben, sondern auch Freude erfahren und Freunde gefunden haben, in dem Sie aber auch die eine oder andere Durststrecke überstehen mussten. Ein Ort, der also nicht nur mit strenger Rationalität, sondern auch mit einer gehörigen Portion Emotionalität zu tun hat. Und dieser Mischung aus Verstand und Gefühl soll die Promotionsfeier ein wenig Raum geben.“

Der mit 2500 Euro dotierte Preis für die beste Dissertation 2018 ging an Nina Scheibel (Betreuerin: Prof. Dr. Ricarda Bauschke-Hartung) für ihre Arbeit „Ambivalentes Erzählen – Ambivalenz erzählen, Studien zur Poetik des frühneuhochdeutschen Prosaromans“. Scheibel, 1987 am Niederrhein geboren, studierte ab 2006 Germanistik und Politikwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität. Nach dem Master-Abschluss 2012 schloss sich das Promotionsstudium an. In ihrer Dissertation untersucht Scheibel Formen und Funktionen von Ambivalenz generierenden Erzählverfahren in Erzähltexten des 15. und 16. Jahrhunderts. Sie kann zeigen, dass die Texte eine erzählerische Praxis haben, die als Poetik der Ambivalenz zu fassen  und Ausdruck einer genuinen Literarizität ist und ermöglicht damit einen veränderten Blick auf die Konstitutionsbedingungen und Erzählstrategien vormodernen Erzählens.

Fotogalerie

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