MLA Internationales Symposium – Düsseldorf 2016

This page in English 

Erstmalig in ihrer Geschichte veranstaltete die Modern Language Association of America, kurz MLA, ihr jährliches Symposium außerhalb Nordamerikas. Mit über 26 000 Mitgliedern ist die MLA die weltweit größte Organisation für Literatur- und Sprachwissenschaftler.

Durch Kooperation zwischen MLA und dem Institut für Anglistik und Amerikanistik der Heinrich-Heine-Universität konnte Düsseldorf als Standort gewonnen werden.

Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Thomas Geisel und US-Botschafter John B. Emerson empfing die Stadt vom 23. bis zum 25. Juni 2016 ein Fachpublikum von über 300 Geisteswissenschaftlern und Experten aus aller Welt.

MLA_Malkasten-029

 „Other Europes: Migrations, Translations, Transformations“ – im Zentrum des Symposiums stand die Rolle Europas im globalen wie nationalen Diskurs. Wissenschaftler unterschiedlichster Nationen und Disziplinen diskutierten den Wandel Europas und seine Zukunftsfähigkeit.

Welche Grenzen und Kontaktzonen beschäftigen Menschen innerhalb und außerhalb Europas? Revolutionen, Republiken und Regime: Was bewegt Europa? Wie steht Europa zu den prekären Existenzen seiner Migranten, seiner Flüchtlinge und eigener Bürger? Bekommen oder leben wir schon ein transatlantisches Europa?

Mit diesen Fragestellungen befassten sich die teilnehmenden Wissenschaftler, Experten und Kunstschaffenden aus aller Welt.  Ziel war es dabei aus der Perspektive verschiedener Nationen, Sprachen, Epochen, sowie intellektueller und philosophischer Traditionen die Situation Europas zu diskutieren. Hierbei bot die Auseinandersetzung mit der Bedeutung, den Rollen und dem Wandel Europas die Möglichkeit, neue interdisziplinäre Denkansätze und Paradigmen zu entwickeln und auf den Prüfstand zu stellen.

An den drei Konferenztagen fanden Lesungen, Vorträge, Diskussionsrunden und Workshops ausgerichtet auf die einzelnen Schwerpunkte an verschiedenen Orten in Düsseldorf statt.

Nach der Eröffnungsveranstaltung kamen die Teilnehmer in Form eines lockeren ‚Get-Togethers’ am Donnerstag, dem 23. Juni auf einem Rheinschiff zusammen. Am Freitag, den 24. Juni lud der Oberbürgermeister Thomas Geisel in das Rathaus ein. Dort begrüßte auch der Dekan der Philosophischen Fakultät, Prof. Dr. Ulrich Rosar die Teilnehmer.

Die beiden großen öffentlichen Vortragspanels, „Other Europes: A Conversation“ und „Dreams and Nightmares“ am Samstag, dem 25. Juni im Hörsaal 3A der Heinrich-Heine-Universität rundeten die Konferenz ab.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1883 ermöglicht die MLA ihren Mitgliedern den Austausch von Forschungsergebnissen sowie Lehrerfahrungen und die Diskussion sich wandelnder Trends in den Literatur- und Kulturwissenschaften. Die MLA veranstaltet eine jährliche Konferenz sowie weitere Tagungen, arbeitet mit verwandten Organisationen und betreibt eines der ausgezeichnetsten Verlagsprogramme der Geisteswissenschaften. Seit mehr als einem Jahrhundert arbeiten ihre Mitglieder daran, das Lernen und Lehren von Sprachen und Literaturen zu stärken.